to catch a running poet – new works for the harpsichord: Margareta Ferek-Petrić – Rafael Nassif – Christian Diendorfer – Sylvie Lacroix – Peter Jakober – Tamara Friebel – Manuela Kerer – Hannes Dufek

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Artikelnummer: NEOS 11906 Kategorie:
Veröffentlicht am: Februar 22, 2019

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MAJA MIJATOVIĆ – TO CATCH A RUNNING POET

Häufig beginnt man etwas, ohne recht zu wissen, wohin die Reise gehen soll – ob eine nur geahnte Idee lebensfähig und fruchtbar ist, ob man selbst am richtigen Punkt ist, sie durchzuführen, und was einem auf diesem Weg in das Unbekannte widerfahren wird. Nicht selten aber sind es genau solch riskante und wagemutige Unternehmungen, Schritte in eine zuvor nicht gekannte Richtung, die dann die schönsten Früchte tragen. Eine dieser schönen Früchte halten Sie in Händen: Das Portraitalbum »to catch a running poet« von Maja Mijatović ist ein Ergebnis lange zuvor begonnener Zusammenarbeiten der Cembalistin mit verschiedenen zeitgenössischen Komponistinnen und Komponisten, ein Endpunkt einer solchen ahnungsvollen, zunächst mehr traumwandlerischen Reise. Denn zu Beginn stand nicht fest, dass ein Album entstehen sollte. Vielmehr war es Maja Mijatović ein inneres Anliegen, sich mit zeitgenössischer Musik in möglichst vielen Facetten zu befassen. Ihr Instrument – das Cembalo – legt dies nun eben nicht nahe, ist es doch vor allem in historischer Aufführungspraxis, Generalbass- und Continuo-Spiel und der Musik des Barock verortet. Als Mensch unserer Zeit im starken Sinne, als eine Person, deren Interessen Vieles und darunter auch an wichtiger Stelle die Gegenwart und ihre kulturellen Erscheinungsformen umfasst, ist es jedoch, so scheint es, für Maja Mijatović nicht möglich oder wünschenswert, sich allein auf die Aufführung lange zurückliegender Werke festzulegen. Aus innerem Antrieb also, der schieren Lust an der Begegnung mit Unbekanntem, geschah es, dass Maja Komponistinnen und Komponisten nach neuen Stücken fragte. Unterschiedlich sind hierbei die Verbindungen zwischen der Interpretin und »ihren« Komponistinnen und Komponisten. Manche sind schon seit Längerem Freunde und Bekannte, andere kamen erst später hinzu und haben dann, als die Idee eines Albums sich verfestigt hatte, gleichsam »für« dieses komponiert. Unterschiedlich sind natürlich auch die Werke. Acht Kompositionen, neun Stücke (hat Christian Diendorfer sein Werk doch zweiteilig angelegt) – und neun völlig unterschiedliche Zugänge zu der gestellten Aufgabe, ein neues Werk für Cembalo solo zu schreiben. Nicht unerwähnt soll bleiben, dass diese Vielfalt der Interpretin einiges abverlangt: Nicht nur die in der Neuen Musik doch grundsätzlich andere Herangehensweise an Musik, die veränderte Denkweise was Formen, Material und Aufbau betrifft, bedeutet einen Sprung – gleichsam aus sich selbst heraus, in eine oftmals sehr frische Morgenluft. Auch spieltechnisch, mit der doppelten Frage der rein technischen Lösung des zu Spielenden und umgekehrt der spielerischen Lösung der technischen Anforderungen, ist in der Bewältigung neuer Werke oft Beträchtliches zu leisten. Dieser Aufgabe hat sich Maja Mijatović auf »to catch a running poet« gleich neunmal gestellt – die Komponistinnen und Komponisten haben freilich nicht enttäuscht und jeweils eigene Herausforderungen gestellt.

Während bei manchen Stücken eine Verankerung in der Tradition des Cembalospiels und bestimmten Höhepunkten früherer zeitgenössischer Auseindersetzungen mit dem Instrument spürbar ist – György Ligetis Continuum schimmert da und dort noch durch – entfernen andere sich weit von dieser Sphäre und verlangen eine der überkommenen Spielpraxis völlig entgegengesetzte Verwendung des Instruments. Das extrem feine, kaum einen Ausschlag erzeugende Anzupfen der Saiten bei ausgehängtem Federkiel, die Verwendung des Koppelzuges als Klangelement, das gezielte Anspiel einzelner Obertöne, oder auch der Einsatz von dem Instrument fremden Anschlagsmitteln seien als Beispiele genannt. Nicht immer ist bei solchen Überlegungen von Anfang an klar, was das Ergebnis sein könnte – ob die Aktionen überhaupt durchführbar sind und klingen werden, oder ob die Idee von der physischen Realität des vorhandenen Instruments überholt wird. Die Virtuosität solcher Techniken ist freilich von anderer Natur als jene zuvor erwähnte, der spieltechnischen Tradition näherstehende. Oftmals aber ist sie, gerade im Zusammenspiel mit der überkommenen Spielweise, doch eine besondere Herausforderung. Sie verlangt von der Interpretin, sich auf eine andere Sensibilität für den Klang als Phänomen und seine kleinsten Veränderungen einzulassen, eine letztlich komplett neue Technik zu erlernen und gleichzeitig doch auch jederzeit als Cembalistin im bekannten Sinne zur Verfügung zu stehen. Da wie dort – möchte man einen Gegensatz der Zugänge zeichnen – sind jedoch die verlangten Fähigkeiten beträchtlich. Wird das Cembalo traditionsgebundener verwendet, ist die Textur der Musik selbst meist von hoher Komplexität. Die Läufe etwa sind verschlungen und sprunghaft, die Tempi und Spielgeschwindigkeiten hoch, die Rhythmen schwierig, um nur einige Beispiele zu nennen. Auch die Interpretation der Form ist in allen vorhandenen Werken nicht einfach. Die Interpretin ist hier gefordert, in ihrem Spiel aus bisweilen stark konstrastierenden Teilen dennoch ein Ganzes zu formen, ohne hinter sich die an sich schon formende Kraft der Tradition zu wissen. Die Urbarmachung solchen Neulandes ist unter den hier beispielhaft angegebenen Schwierigkeiten bei der Erarbeitung neuer Werke vielleicht am höchsten einzuschätzen. Zwar ist die Notation hierbei hilfreich, kann aber niemals den Abgrund, der die Konstruktion von der Wirklichkeit trennt, überwinden. Diese Brücke zu schlagen obliegt der Interpretation.

Dies ist im vorliegenden Fall in der Tat gelungen. Spiel und Technik greifen nahtlos ineinander, aus der blanken Not, von der rein technischen Wiedergabe disparater Klangereignisse zu Musik zu gelangen, wurde eine kraftvolle, die Aufgabe der Gestaltung gerne annehmende Tugend. Die neuen Werke wurden eingespielt, interpretiert im starken Sinne des Wortes. Aus aller Beschränkung und allen Schwierigkeiten entstanden im Spiel von Maja Mijatović diejenigen Freiräume, die von Anfang an in den Partituren gesucht worden waren. Die sorgfältige, dem jeweiligen Stück entsprechende Gestaltung und klangliche Disposition, die Genauigkeit der Umsetzung der Partituren wie auch die Vielfalt der klanglichen Erscheinungen nur eines einzigen Instruments vermögen zu begeistern. So ist »to catch a running poet« einerseits ein eindrucksvolles Dokument dessen, was Initiative und Neugier hervorbringen können, andererseits aber auch ein Lanzenbruch für die Kreativität zeitgenössischen Musikschaffens. Nicht zuletzt aber auch eine »Versuchsanordnung für Zeitsprünge«. Mit Leichtigkeit und großer Selbstverständlichkeit tritt hier das alte Instrument in den Dialog mit heutiger Musiksprache und Expressivität. Der Raum öffnet sich, so könnte man meinen, für ein Hören gleichsam zwischen den Zeiten. Dies allerdings bleibt Ihnen, als Hörerinnen und Hörer, vorbehalten. Begeben Sie sich ganz ohne Vorbehalte auf die klangliche Entdeckungsreise dieser CD – auch ohne zu wissen, wohin sie am Ende führt.

Hannes Dufek

MARGARETA FEREK-PETRIĆ, geboren 1982 in Zagreb (Kroatien), ist Gewinnerin mehrerer Preise und Auszeichnungen. Ihre Musik ist geprägt von farbiger, kraftvoller Klanglichkeit, mit Humor und deutlicher Rhythmik wie einem Zug zum Absurden. Wenn sie nicht komponiert, besucht sie gerne Ausstellungen, Weinverkostungen und Theaterproduktionen, oder tanzt zu Musik vom Balkan. Sie ist verheiratet und lebt in Wien.
www.margaretaferekpetric.com

Ištaratu (2016) bezieht sich auf die babylonische Göttin Ištar, die Liebe und Krieg zugleich verkörperte. »Ištaratu« ist Plural und verweist auf den Aspekt der Gottheit, der für die pure Weiblichkeit steht. Als Morgen- oder Abendstern verkörpert, konnte Ištar jedoch männliche, weibliche oder auch Zwitterform annehmen. Die Musik folgt diesen Ambivalenzen. Ištaratu wurde 2018 beim Prix Annelie de Man doppelt ausgezeichnet.

RAFAEL NASSIF, geboren 1984 in Juiz de Fora (Brasilien), ist ein Komponist, dessen Schaffen sich zwischen den Polen Raum, Zeit und Hören entfaltet. Seine Werke sind nicht Prozess oder Formentfaltung – sie sind Wahrnehmungsorte. Er wurde mehrfach ausgezeichnet (u.a. mit dem Kunstpreis Berlin in der Kategorie Musik) und lebt in Graz als Komponist und Lehrer für Komposition, Klavier und Tibetisches Yoga.
www.rafaelnassif.com

empty-forms (2017)
»Wie einen Stern, eine Luftspiegelung, eine Butterlampe,
wie Illusion, Tautropfen, Luftblasen im Wasser,
wie einen Traum, einen Blitz, eine Wolke –
so sieh alles an, was zusammengesetzt ist.«
(Buddha Shakyamuni, Diamant-Sūtra)

CHRISTIAN DIENDORFER, geboren 1957 in Mistelbach (Österreich), ist ein facettenreicher Komponist der mittleren Generation. Er studierte Komposition (bei Roman Haubenstock-Ramati und Francis Burt) sowie Musikpädagogik und Instrumentalmusikerziehung. Sein Schaffen umfasst Kammermusik und Orchesterwerke sowie die Oper Die Wand (nach Marlen Haushofer), aber auch Musik für Kinder und Jugendliche.
www.diendorfer.net

PSI (2005) und PSI-Song (2010)
PSI ist eine Art Fantasie, die in Schnitttechnik zwischen Motorik und freierem Spiel wechselt. Das Material ist oft figurativer Natur und historischen Ursprungs, wird aber in stets neue Kontexte gebracht. Der PSI-Song ist dagegen der unterhaltsame, scherzhaftere Bruder des ersten Stückes und erweitert den klanglichen Raum um mehrere Elemente, von Chopin-Anklängen und Choralsatz bis zu Funk und Jazz.

Die Flötistin und Komponistin SYLVIE LACROIX, geboren 1959 in Lyon (Frankreich), ist Gründungsmitglied des Klangforum Wien und Mitglied des Trio Amos. In der Neuen Musik wie auch in historischer Aufführungspraxis sehr versiert, umfasst ihr kompositorisches Schaffen Kammermusik mit oder ohne Elektronik sowie Werke für Ensemble. Zudem hat sie als Komponistin einige Projekte für und mit Jugendlichen realisiert.
www.sylvielacroix.at

“courante” wurde 2013 für Maja Mijatović geschrieben und ist zugleich ein Portrait dieser wunderbaren Musikerin – das kompositorische Material basiert auf ihrem Namen – wie eine Annäherung an die musikalische Tradition des 18. Jahrhunderts. Es beginnt rasch, wie eben eine Courante, und entwickelt sich als Suite in mehreren Sätzen. Das Werk wurde im Jahr 2015 beim Prix Annelie de Man ausgezeichnet.

PETER JAKOBER, geboren 1977 in Kaindorf a.d. Sulm (Österreich), ist ein vielseitiger Künstler. Neben der Komposition konzertanter Werke (u.a. für das ensemble recherche, das Aleph Gitarrenquartett und das Klangforum Wien) arbeitet er häufig im zeitgenössischen Tanz (mit dem Choreographen Paul Wenninger). Hervorzuheben ist auch eine Kooperation mit dem ensemble]h[iatus. CD-Produktionen seiner Musik erschienen bei césaré und Kairos. Er lebt in Wien.
www.peterjakober.com

dringen (2017) – maschineller und menschlicher Sound – das Zuspielband und der live gespielte Klang treten in verschiedene Verbindungen, durchdringen einander. In 32-facher Überlagerung mikrotonal verschobener, einem Obertonspektrum folgender Klangschichten entspinnt sich ein kraftvolles, schillerndes Klanggewebe.

Forschung und unkonventionelles Experimentieren gehören zum Repertoire von TAMARA FRIEBEL (geboren 1975 in Cohuna, Australien). Die vielseitige Künstlerin arbeitet genreübergreifend neben der Musik in den Bereichen der (Licht-)Installationen, Performance, Lyrik und Architektur und kreiert dadurch immer einen Mehrwert an Atmosphäre. Diese ganzheitlichen Ansätze entstehen auch im Teamwork mit anderen Künstlerinnen und Künstlern. (C. Friede)
www.tamarafriebel.com

Dance Me to my Rebirth (2017) sucht nach »Klangorbitalen«. Die drei Abschnitte folgen einer Schwangerschaft vom Inneren (I. Delicate flutters) über die Gestaltwerdung (II. Two heartbeats within) zu den Vorbereitungen einer alten Seele, dich auf deinem Lebensweg zu begleiten (III. It’s always just the question of not forgetting).
[»She revolves in a cyclic motion«, Vedischer Gedanke]

MANUELA KERER, geboren 1980 in Brixen (Italien), staunt gern und ist ständig auf der Suche nach neuen Klängen, Überraschungen und Herausforderungen. Sie erhielt mehrere Preise, u. a. den Förderpreis Walther von der Vogelweide, den SKE Publicity Preis und das Österreichische Staatsstipendium. Sie absolvierte neben dem Kompositionsstudium auch Rechtswissenschaften und Psychologie.
www.manuela-kerer.bz

Granat (2017) ist inspiriert von Konsistenz und Geschmack des Granatapfels und den vielfältigen kulturellen Assoziationen um diese Frucht. Die Kerne entsprechen Tönen und Klängen, in der Farbe Rot und der Intensität wurde der äußere Rahmen gefunden. 16 bzw. 18 – dies die Chromosomenzahl des Granatapfels (2n = 16 oder 18) – wurden zu strukturell wichtigen Zahlen.

HANNES DUFEK, geboren 1984 in Wien (Österreich), ist Komponist und Improvisator sowie Mitbegründer des Ensemble Platypus (www.platypus.or.at). Seine kompositorische Arbeit steht im Zeichen immer neuer Formulierungen und Umsetzungen eines »Utopischen«, einer konkreten und erfahrbaren Utopie im Medium der Kunst, wie auch der kritischen Auseinandersetzung mit der kapitalistischen Gesellschaft. Er lebt in Wien.
www.hannesdufek.com

arresting images (2014 / 2017) – Bilder anhalten, verhaften, aber auch: verhaftende, uns bindende Bilder – ist ein installativ gedachtes, viele Formen gleichberechtigt ermöglichendes Werk. Zentral sind, in jeder Version, immer Dichte, hohes Tempo und rasch wechselnde Aufmerksamkeit. Wie in der (medialen) Wirklichkeit tanzen die Bilder, haltlos, in stroboskopischem Flackern, und sie fordern, gesehen zu werden.

 

Dank an Helmut und Thomas für scharfe Ohren, Humor und Teamgeist und, gemeinsam mit Hannes, für die großzügige und unermüdliche Unterstützung dieses Projekts
Dank an meine Mama und meine Dunja
Dank an Sylvie, Christian, Tamara, Margareta, Peter, Manuela und nicht zuletzt Rafael
(Maja Mijatović)

Programm:

Margareta Ferek-Petrić (*1982)
[01] Ištaratu (2016) für Cembalo Solo 06:17

Rafael Nassif (*1984)
[02] empty-forms (2017) für Cembalo Solo 05:33

Christian Diendorfer (*1957)
[03] PSI (2005) für Cembalo Solo 04:26
[04] PSI Song (2010) für Cembalo Solo 07:04

Sylvie Lacroix (*1959)
[05] “courante” (2013) für Cembalo Solo 11:27

Peter Jakober (*1977)
[06] dringen (2017)für Cembalo & Tonband 10:15

Tamara Friebel (*1975)
[07] Dance Me To My Rebirth (2017) für Cembalo & Ping-Pong Bälle 07:11

Manuela Kerer (*1980)
[08] Granat (2017) für Cembalo Solo 05:54

Hannes Dufek (*1984)
[09] arresting images (2014/2017) für Cembalo / Collage 09:52

Gesamtspielzeit: 68:04

Maja Mijatović Cembalo

Weltersteinspielungen

Pressestimmen:

Januar 2020

Immer Ende jeden Jahres fragt das Fono Forum seine Kritiker: Welche fünf CDs haben Sie im vergangenen Jahr am meisten beeindruckt? Friedrich Sprondel wählte „to catch a running poet“ aus, und begründete dies so: „Eine Interpretin, die vor Neugier und Spiellust zu platzen scheint, ein ausgezeichnetes Cembalo – und Musiken, die es auf immer neue, faszinierende Weise erkunden.“

Musik der Gegenwart – Das Cembalo in der neuen Musik
17.07.2019

[…] Es ist sensationell, mit welchem Einfühlungsvermögen und technischer Vielfalt die Cembalistin neue Hörräume öffnet. […]

Margarete Zander

Percorsi Musicali
Pensieri sulla musica contemporanea / Thoughts on contemporary Music

08.07.2019

Un clavicembalo corre veloce nelle pieghe dell’attualità

[…] In definitiva, in To catch a running poet il clavicembalo assume effettivamente nove traguardi solutori differenti, tutte provocazioni delle tecniche e dei parametri musicali che è difficile trovare nei palinsesti ordinari dei concerti. Offrono un’alternativa piuttosto valida alle preparazioni pianistiche e riflettono il valore della Mijatovic, che fa girare meravigliosamente il clavicembalo in tutte le occasioni, sperando al contempo che qualcuno si accorga di una circostanza, ossia il fatto di porre un paletto in territori inesplorati dello strumento.

Ettore Garzia

ettoregarzia.blogspot.com

 

Dirk Wieschollek stellte in der Ausgabe Juli / August 2019 CDs mit Neuer Musik vor, darunter „to catch a running poet“ von Maja Mijatović.

Die Cembalistin Maja Mijatovic ist in der alten und Neuen Musik gleichermaßen zu Hause. Eine reichhaltige Auswahl ihrer Kompositionsaufträge hat sie unter dem Titel „to catch a running Poet“ eingespielt. Die Vielfalt der Zugangsweisen spricht für sich und es ist erstaunlich, dass die meisten Beiträge auf die naheliegenede Integration barocker Materialebenen verzichten. (…) … es überwiegen sympathisch grelle und bizarre Zugriffe auf den ganz spezifischen Charakter des Instruments.

Auszeichnungen & Erwähnungen:

The jurors of the „German Record Critics‘ Award“ association have recognized the NEOS production  „to catch a running poet – new works for the harpsichord“, played by Maja Mijatović, by including it in its Quarterly Critics‘ Choice 3/2019.

György Ligetis Continuum für Cembalo von 1968 und das Stück Khoai von Iannis Xenakis, komponiert 1976, sind längst Klassiker, vor einem halben Jahrhundert entstanden. Wie gut, dass Maja Mijatović acht zeitgenössische Komponistinnen und Komponisten darum gebeten hat, etwas Neues für ihr altes Instrument zu schreiben. Die Ergebnisse sind atemraubend, denn das Album führt den Hörer auf ein Experimentierfeld für neue Klänge. Mal sind es perkussive Donnerschläge, drohend und insistierend, mal zauberhafte, unberührte Inseln von unendlicher Anmut. Klangexploration pur!
(Für die Jury: Martin Hoffmann)

https://schallplattenkritik.de/news/1041-bestenliste-3-2019

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