Claude Debussy, Igor Stravinsky: Le Sacre

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Artikelnummer: NEOS 20805 Kategorie:
Veröffentlicht am: Oktober 14, 2008

Infotext:

… EIN WUNDERSCHÖNER ALPTRAUM …

Igor Strawinsky und Claude Debussy, obwohl Zeitgenossen, verfolgten musikalisch denkbar unterschiedliche Ansätze. Während Strawinsky die Welt mit neuartigen rhythmisch-metrischen Klangattacken schockierte, revolutionierte Debussy die Musik mit sehr viel subtileren Elementen: mit einer Harmonik, die keine tonale Basis mehr besaß und einer Musiksprache, die der unbarmherzigen Logik Strawinskys eine Freiheit entgegensetzte, die konstruktivistische Momente mit einer bis dahin unbekannten Offenheit der musikalischen Form verband.

Dennoch gab es eine kurze Phase im Schaffen dieser beiden Komponisten, in der sie sich gegenseitig stark beeinflussten und voneinander lernten. Es waren die für Europa so folgenreichen Jahre um 1914. Debussy war fasziniert von der Sprengkraft des Sacre; Strawinsky hingegen erkannte in jener Zeit die Modernität Debussys, dem er bereits 1911 seine wegweisende Kantate Le Roi des Étoiles gewidmet hatte. Auch wenn beide Komponisten später unterschiedliche Wege einschlugen  – für einen kurzen Moment ergänzten und durchdrangen sich ihre Ideen und schweißten ihre sonst so unterschiedlichen musikalischen Vorstellungen wie in einer Art Momentaufnahme zusammen.

Als Igor Strawinsky Debussys 1914/15 entstandene Komposition En blanc et noir für zwei Klaviere kennen lernte, ging ihm schlagartig die Bedeutung dieses Werkes auf: »Als ich neulich seine Stücke En blanc et noir hörte (von denen eines mir gewidmet ist), war ich erstaunt über die Art, wie die außerordentliche Qualität von Debussys Klavierspiel auch die Gedanken des Komponisten gelenkt hat«, notierte er.

Vor allem die »Freiheit und Frische des Handwerks« beeindruckten ihn an Debussy. Die drei Stücke leben von der Vielfalt der melodischen und harmonischen Strukturen, von ihren neuartigen motivischen Bildungen und dem unerhörten Klangfarbenreichtum. Debussy hatte lange an dieser Komposition gefeilt. Dass er mit dem Ergebnis zufrieden war, lässt sich nicht zuletzt an der Widmung des dritten Satzes ablesen: »à mon ami Igor Strawinsky«.

Für Debussy war kurz zuvor die Begegnung mit Strawinskys Sacre zum einschneidenden musikalischen Erlebnis geworden. Im Haus des Pariser Musikkritikers Laloy spielte er das Werk noch vor der Uraufführung gemeinsam mit Strawinsky in der Klavierfassung und zeigte sich von der Aufführung stark beeindruckt: »Diese verfolgt mich wie ein wunderschöner Alptraum, und ich versuche vergeblich, mir den furchtbaren Eindruck wieder zu vergegenwärtigen. Darum erwarte ich die Aufführung wie ein kindliches Leckermaul«, ließ er den Komponisten wissen.

Dessen Vision eines geopferten Mädchens, das den Gott des Frühlings günstig stimmen soll, wurde zum Ausgangspunkt für eine Ballettmusik, die einen der größten Skandale in der Musikgeschichte des 20. Jahrhunderts entfesseln sollte. Barbarische, dämonisch-tobende Szenen eines heidnischen Menschenopfers artikulieren sich in einer brutalen Rhythmik, die das Werk vorantreibt und sich immer wieder in Detonationen und kreischenden Akkorden entlädt.

Strawinskys 1912 erschienene Fassung des Sacre für Klavier zu vier Händen betont die dissonante Harmonik und die stockenden melodischen Anläufe, vor allem aber die komplexe Rhythmik mit ihren Ostinati und den rasch wechselnden Metren. Heidnische Kulthandlungen und Beschwörungen kulminieren in einem Opfertanz, mit dem Strawinsky die Musik des 19. Jahrhunderts endgültig hinter sich ließ.

Auch thematisch beschäftigten sich Debussy und Strawinsky in dieser Zeit mit ähnlichen Fragestellungen. Beide setzten sich mit vorchristlichen Welten auseinander, Debussy mit der griechischen Antike, Strawinsky mit dem heidnischen Russland. Debussys Six épigraphes antiques gehen auf eine Bühnenmusik von 1901 zurück. Die pseudo-antiken Gedichte sollten von fünf jungen Frauen »bald mit Schleiern, bald im Gewand von Kos, bald gänzlich unbekleidet« präsentiert werden.

Vierzehn Jahre später bearbeitete Debussy Teile daraus zu einem eigenständigen Klavierwerk. In den sechs Stücken wird die klassische Antike in kalt marmornen und gleichzeitig sinnlichen Ganztonleitern, modalen Strukturen und kurzen, sich wiederholenden Motiven beschworen. Wird zu Beginn Pan, der Gott des Sommerwindes angerufen, so dankt am Schluss eine kurze Toccata dem Morgenregen.

Einer anderen Art von Klassizismus huldigte Strawinsky in seiner 1943/44 entstandenen Sonate für zwei Klaviere, seinem letzten Werk für diese Besetzung: Als »logische Erörterung des klingenden Materials, deren Ergebnis die musikalische Form ist«, hat er die Konzeption dieser Sonate einmal beschrieben.

Martin Demmler

Programm:

Le Sacre

Claude Debussy (1862–1918)
10:47 En blanc et noir (1914/15) for two pianos

[01] 04:06 à mon ami A. Kussewitsky
[02] 06:40 au lieutenant Jacques Charlot

[03] 04:27 à mon ami Igor Strawinsky

Igor Stravinsky (1882–1971)
08:56 Sonata for Two Pianos (1943/44)

[04] 04:09 Moderato

[05] 01:45 Thema. Largo
[06] 00:40 Variation 1
[07] 00:43 Variation 2
[08] 00:54 Variation 3
[09] 00:42 Variation 4 (conclusion)
[10] 01:54 Allegretto

Claude Debussy
14:51 Six épigraphes antiques (1915) for piano four hands

[11] 02:03 Pour invoquer Pan, dieu du vent d’été
[12] 03:23 Pour un tombeau sans nom

[13] 02:23 Pour que la nuit soit propice
[14] 02:06 Pour la danseuse aux crotales
[15] 02:42 Pour l’Égyptienne
[16] 02:13 Pour remercier la pluie au matin

 

Igor Stravinsky
32:52 Le Sacre du Printemps (1912)
version for piano four hands

Première Partie: L’adoration de la terre

[17] 03:10 Introduction

[18] 01:55 Les augures printaniers
[19] 01:16 Danses des adolescentes
[20] 01:22 Jeu du rapt
[21] 03:12 Rondes printanières
[22] 01:45 Jeux de cités rivales
[23] 00:38 Cortège du sage
[24] 00:19 Le sage
[25] 01:19 Danse de la terre

Deuxième Partie: Le sacrifice

[26] 04:43 Introduction

[27] 03:04 Cercles mystérieux des adolescentes
[28] 01:22 Glorification de l’élue
[29] 00:37 Évocation des ancêtres
[30] 03:42 Action rituelle des ancêtres
[31] 04:22 Danse sacrale (L’élue)

total time 74:19

GrauSchumacher Piano Duo

Pressestimmen:


09/09


02/09

 


30.01.2009

„Le Sacre“

Debussy – Strawinsky

Das Klavierduo Andreas Grau und Götz Schumacher hat sich als eine der innovativsten und kreativsten Duoformationen längst einen Namen gemacht. Dabei kombinieren die beiden Pianisten gerne Musik unterschiedlicher Jahrhunderte nach thematischen Gesichtspunkten. Höhepunkte ihrer Diskographie sind dabei etwa die Produktion „mehrere kurze walzer“ mit Werken von Schubert bis Rihm, aber auch eine CD mit Bach im Original und in Bearbeitungen von György Kurtág sowie der Fantasia contappuntistica von Ferruccio Busoni als Bach-Huldigung. Das neue Album umfasst Werke für Klavier zu 4 Händen und zwei Klaviere von Claude Debussy und Igor Strawinsky, darunter die 4händige Fassung des „Sacre du printemps.

Die Idee, Debussy mit Strawinsky zu verknüpfen, ist naheliegend. Beide waren auf ihre ganz eigene Weise Neuerer, beide kannten und schätzten die Musik des anderen – und schließlich haben Debussy und Strawinsky den „Sacre“ noch vor der Uraufführung gemeinsam am Klavier gespielt.

Für Claude Debussy sind Andreas Grau und Götz Schumacher gerade ideale Interpreten. Die dafür erforderliche spielerische Leichtigkeit, ist ganz selbstverständlich vorhanden. Dabei bleibt der Unterschied zu Strawinsky in der Qualität des Tones und Anschlags immer bestehen. Es wirkt nie hart, sondern jeder Ton besitzt Noblesse, manchmal auch ein leichtes Funkeln. Auch der für Debussy so charakteristische versteckte Humor kommt in dieser Aufnahme nicht zu kurz, wenn mitunter ein Einzelton etwas quer steht, eine besonders pointiert gespielte Tonfolge im leeren Raum bleibt oder ein Ausbruch scheinbar sinnloser Virtuosität überrascht. Trotz aller Perfektion in der Beherrschung der Form bleiben Debussys späte Zyklen nie unpersönlich oder kalt; Grau und Schumacher respektieren die Privatsphäre dieser Musik und belassen vieles auch im Verborgenen und Geheimnisvollen. Das ist nie aufdringlich, sondern fordert vom Hörer ein klares Entgegenkommen. Musik für wache Ohren.

Bei Igor Strawinskys 4-händiger Klavierfassung des „Sacre du printemps“ bewundert man zunächst die Überschaubarkeit und Ordnung, mit der Andreas Grau und Götz Schumacher die komplexe Partitur bewältigen. In dieser Hinsicht sind sie für diese Musik ideale Interpreten. Dennoch ist der „Sacre“ für großes Orchester geschrieben, und diese Orchesterfarben finden sich zu wenig auf dem Klavier wieder. Dadurch wird es bei über einer halben Stunde Spieldauer klanglich leicht etwas eindimensional. Mehr Anschlagsnuancen wären sicherlich von Vorteil gewesen.

Ein – trotz der kleinen Einschränkung – Album auf hohem Niveau; dennoch beißt sich dieses aktuelle Album etwas zu sehr im 20. Jahrhundert fest, wo doch Andreas Grau und Götz Schumacher dort besonders stark sind, wo sie Programme mit Musik aus unterschiedlichen Jahrhunderten zusammenstellen. Um ihre Spitzenposition zu festigen, wäre vielleicht sogar der Blick in Richtung Mozart anzuraten – schon in Vorfreude auf eine unkonventionelle Sichtweise des Bekannten, wofür man dieses Klavierduo so sehr schätzt.

Andreas Göbel


25.01.2009

Ein großer Musikskandal in neuer Inszenierung

Die Pariser Uraufführung von Igor Strawinskys Ballettmusik „Le Sacre du Printemps“ im Jahr 1913 ist als einer der größten Musikskandale in die Geschichte eingegangen. Der Komponist hat seine Vision eines rituellen Menschenopfers, das den Gott des Frühlings gnädig stimmen soll, mit dissonanten Akkorden und einer mitunter fast brutalen Rhythmik vertont – und viele der damaligen Zuhörer vor den Kopf gestoßen. Heute gilt der Sacre jedoch als eines der größten Werke des 20. Jahrhunderts.

Schon vor der Uraufführung schrieb Strawinsky eine Fassung für Klavier zu vier Händen. Und die steht nun im Mittelpunkt einer neuen CD des Duos GrauSchumacher, die bei dem Label neos erschienen ist. In ihrer packenden Interpretation lassen die beiden Pianisten das Orchester nahezu vergessen – denn am Klavier klingt das Stück transparenter und stellenweise auch eine Spur bissiger.

Die beiden Pianisten legen hier eine beeindruckende Perfektion an den Tag und gewähren dem Hörer einen glasklaren Einblick in die komplexen rhythmischen Strukturen der Musik. Dabei entfachen sie auf den 88 Tasten des Flügels eine breite Palette ganz unterschiedlicher Farben.

 


19. März 2009


März 2009

 


26.02.2009

Von hämmernder Motorik

GrauSchumacher Piano Duo spielt: Klavierwerke von Debussy & Strawinsky

Strawinskys bevorzugtes Instrument war das Klavier. Für seine experimentelle Herangehensweise beim Komponieren stand ihm das Tasteninstrument stets zur Seite, wenn er es gerade einmal nicht als Konzertpianist auf der Bühne zum klingen brachte. Dies ist in Hinblick auf die zahlreichen Ballette und Orchesterwerke des Komponisten weniger erstaunlich, fand er doch in dem berühmten ‘Le Sacre du Printemps’ zu einem Orchesterklang, der an Trockenheit, Nüchternheit und dem bewussten Ausschließen von Klangschönheit im frühen 20. Jahrhundert nicht mehr übertroffen werden konnte. Vom harten Anschlag und dem weiten Tonumfang des Klaviers aus gedacht, lassen sich die meisten Ballette Strawinskys für das Instrument problemlos umschreiben. So ist es nicht verwunderlich, dass Strawinsky selbst zahlreiche Klaviertranskriptionen eigener orchestraler Werke anfertigte.
Die brutale Rhythmik mit ihren übereinander gelagerten Ostinatoschichtungen und den beständig wechselnden Akzenten und Taktvorzeichnungen ist auch oder gerade besonders in der Fassung für vierhändiges Klavier ein Indiz für die ekstatische Wirkung, die vom ‘Sacre du Printemps’ seit seiner Entstehung im Jahr 1912 ausgeht. Seither entstanden zahlreiche Orchestereinspielungen des Werkes; von hoher Qualität und von bewusst nüchterner Sachlichkeit ist die Aufnahme des Strawinsky-Verehrers Pierre Boulez und dem Chicago Symphony Orchestra. Der Herausforderung der Anknüpfung an solch hohe Maßstäbe stellte sich das GrauSchumacher Piano Duo in insgesamt vier Werken Strawinskys und Debussy für zwei Klaviere oder zu vier Händen.
So gegensätzlich die beiden Komponisten sich gleichsam in den Ausprägungen des In- und Expressionismus gegenüberstanden, umso mehr schöpften sie gegenseitig voneinander; waren die Zeitgenossen doch nachweislich gegenseitige Bewunderer. Claude Debussys ‘En blanc et noir’ ist eine dreisätziges Werk für zwei Klaviere, welches von der Vielfalt kurzer Motive und wechselnden Klängen geprägt ist und den Eindruck eines organisch-fließenden Klanggemäldes entstehen lässt. Die Interpretation des an musikalischen Gestaltungsmitteln reichen Werkes gelingt dem Klavierduo auf eine so hervorragende Weise, dass trotz der enormen Virtuosität die vielen Strukturveränderungen und -überlagerungen deutlich hörbar sind. Dem entgegen stehen die ‘Six éphigraphes antiques’ Debussys, welche von den sinnlichen Klangvorstellungen der griechischer Antike aus konzipiert sind. Jeder Satz für sich strahlt bei dieser Einspielung eine erhabene Ruhe aus und gleichzeitig entsteht der Eindruck nicht nur fremder Tonalitäten, sondern auch die Hörtäuschung einer anderen Stimmung als die unveränderliche gleichschwebend-temperierte Stimmung der Klaviere. Diese unglaubliche Wirkung ist dem so differenzierten Anschlag Andreas Graus und Götz Schumachers zu verdanken, obwohl das Werk so reduzierte gestalterische Mittel aufweist.
Auf eine andere Weise spielt auch Strawinsky mit dem Einsatz sparsamer Mittel in seiner Sonate für zwei Klaviere, die recht spät in den Kriegsjahren 1943/44 entstand. Im Gegensatz zu seinen früheren radikaleren Werken bleibt diese Komposition den neoklassizistischen Tendenzen Strawinskys nicht fern, denn hier knüpft er andeutungsweise an alte Formschemata des Sonatenhauptsatzes an. Insgesamt ist das Werk vergleichsweise unspektakulär mit seinen braven, wenig variierten Melodiefloskeln, obwohl die Idee der Einbettung von Variationen in den Rahmen einer dreisätzigen Sonate raffiniert erscheint.
Zentrum dieser bemerkenswerten Aufnahme ist die gut 30-minütige Interpretation des ‘Sacre’ für Klavier zu vier Händen. Der mitreißende Elan der beiden Pianisten und deren unglaubliche Spielpräzision beleuchten das Ballett, welches einzigartig und isoliert in der Musikgeschichte des 20. Jahrhunderts seinen Platz findet, von einer sowohl klanglichen, wie auch analytisch neuen Seite. Besonders die komplexe Überlagerung der vielen verschiedenen rhythmischen Gestalten wirkt in der Fassung für Klavier noch durchsichtiger und klarer. Während die hämmernden motorischen Anschläge des Klaviers dem nüchternen Orchesterklang des ‘Sacre’ in nichts nachstehen, erscheinen die ruhigeren Formteile in neuem Gewand.
Insgesamt ist die spannende Gegenüberstellung Debussy-Strawinsky in den vier Klavierwerken aufgrund der enormen hohen Spielbereitschaft und der vermittelten Freude bei den Interpretationen auf dieser Aufnahme überaus gelungen. Eine solch mitreißende Einspielung lässt auf weitere CD-Aufnahmen des Klavierduos vorzugsweise so unbarmherzig bahnbrechender Werke hoffen.
Marion Beyer

Interpretation: 
Klangqualität:  
Repertoirewert:
Booklet:          

NDR-Kultur
25.01.2009

Ein großer Musikskandal in neuer Inszenierung

Die Pariser Uraufführung von Igor Strawinskys Ballettmusik „Le Sacre du Printemps“ im Jahr 1913 ist als einer der größten Musikskandale in die Geschichte eingegangen. Der Komponist hat seine Vision eines rituellen Menschenopfers, das den Gott des Frühlings gnädig stimmen soll, mit dissonanten Akkorden und einer mitunter fast brutalen Rhythmik vertont – und viele der damaligen Zuhörer vor den Kopf gestoßen. Heute gilt der Sacre jedoch als eines der größten Werke des 20. Jahrhunderts.

Schon vor der Uraufführung schrieb Strawinsky eine Fassung für Klavier zu vier Händen. Und die steht nun im Mittelpunkt einer neuen CD des Duos GrauSchumacher, die bei dem Label neos erschienen ist. In ihrer packenden Interpretation lassen die beiden Pianisten das Orchester nahezu vergessen – denn am Klavier klingt das Stück transparenter und stellenweise auch eine Spur bissiger.

Die beiden Pianisten legen hier eine beeindruckende Perfektion an den Tag und gewähren dem Hörer einen glasklaren Einblick in die komplexen rhythmischen Strukturen der Musik. Dabei entfachen sie auf den 88 Tasten des Flügels eine breite Palette ganz unterschiedlicher Farben.

Titel: Le Sacre – Werke von Strawinsky und Debussy, u.a. Le Sacre du Printemps und Six épigraphes antiques
Interpreten: Klavierduo GrauSchumacher
Bestellnummer: 20805
Erschienen bei: NEOS

Autor: Marcus Stäbler

 


24.12.2009

Strawinsky: Le Sacre du Printemps
Musik für Klavier zu vier Händen

Hauptattraktion ist selbstverständlich Strawinskys „Le Sacre du Printemps“ in stählerner Härte und teilweise rasendem Tempo. Wunderbar gespielt auch die Sonate desselben Komponisten und Claude Debussys „En blanc et noir“. Für mich aber der Höhepunkt: Debussys „Six épigraphes antiques“, intellektuell kontrolliert und so glasklar gespielt, dass dem Zuhörer bewusst wird, wie ungeheuer modern diese Musik ist. Einfach grandios!

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